Definitiv

Röntgentherapie
Die Röntgentherapie wurde schon früher zur Behandlung von Achselhyperhidrosis angewendet; leider haben die benötigten Dosierungen zum Verschwinden der Hyperhidrosis zu schwierigen Verwicklungen geführt wie aktinische Dermatitis, Fibrose und eine Hautrückziehung, welche die Armbewegungen beeinträchtigt.


Entfernung der Achseldrüsen
Es handelt sich um die Entfernung des Hautteiles, daß reich an Schweißdrüsen ist. Das Ergebnis hängt von der Größe des entfernten Hautbereiches ab. Es kann sich eine hypertrophische Vernarbung bilden, die die Armbewegungen beeinträchtigt. 


Absaugen der Achselregion

Es handelt sich um das Absaugen von Achselfett. Dabei werden keine Schweißdrüsen abgesaugt. Deswegen ist das Ergebnis sehr fraglich.

Sympatekthomien
Dies ist die Wahlmethodik zur Behandlung von der Hyperhidrosis. Die Innervation der Schweißdrüsen wird durch das sympathische Nervensystem verursacht. Der übersteigerte Stimulus, der zu den Schweißdrüsen durch das sympathische Nervensystem hinkommt, bestimmt das Schwitzen.

Die Sympatekthomie zur Heilung der Hyperhidrosis an den Händen, an den Achseln und am Gesicht besteht aus Trennungen an bestimmten Stellen des sympathischen Nervennetz, der innerhalb der Thoraxhöhle durchläuft. Damit hört der Stimulus zu den Schweißdrüsen auf und das Schwitzen verschwindet.

Die Urheber der thorakoskopischen Sympatekthomietechnik durch Endoskopie waren Dr. med. Peter Kux und sein Onkel Dr. med. Erhard Kux in den fünfziger Jahren, wobei die Penetration im Thoraxbereich durch eine Punktion erfolgt. Da diese Technik weniger aggressiv als die konventionelle Technik ist, die riesige Einschnitte am Thorax oder am Hals verursachte, ist die thorakoskopische Sympatekthomietechnik durch Endoskopie die Wahltechnik zur Behandlung der Hyperhidrosis.

Mit über 38 Jahre Anwendung der eigenen Erfahrung mit der torakoskopisch-endoskopische Sympathektomie und nach über 3000 Chirurgien, hat das Team mit Dr. med. Peter Kux und Dr. med. João Bosco Vieira Duarte ab 1992 die Videoendoskopie angewendet. Mit dieser neuen Anwendung wurden technische und taktische Änderungen in der Chirurgie vorgenommen. Somit wurde die Prozedur sicherer und die Indikationen stiegen. Die jetzt von dem Team angewendete Technik heilt das Schwitzen an den Händen, der Achselhöhlen und am Gesicht. Die Chirurgie wird unter Vollnarkose und durch zwei kleine Einschnitte von jeweils 3 mm Länge auf beiden Seiten am Thorax durchgeführt. Sie dauert etwa 30 Minuten.

Das Ergebnis, 100% an den Händen, 96% an den Achselhöhlen und 99% am Gesicht ist unverzüglich und definitiv; an den Füßen besteht um 94% die Möglichkeit daß das Schwitzen sich bessert oder verschwindet, falls es mit den vorher zitierten Schwitzen assoziiert ist. Der Patient bekommt die Krankenhausentlassung noch am gleichem Tag; somit ist kein längerer Krankenhausaufenthalt nötig. Die Erholung ist schnell und die Zeit zur Wiederaufnahme der privaten Angelegenheiten ist kurz. Bei einigen Fällen kann kurz nach der Chirurgie eine Erhöhung des Schwitzens vorkommen, üblicherweise am Unterleib und an der Lendenregion, die aber nach einigen Tagen wieder verschwindet, sehr selten ist sie beständig. Ausgesprochen selten passieren Komplikationen mit dieser Methode.

 

Linderung


Hydroalkoholische Glutaraldehydlösung um 10%
Wirkt direkt auf den Schweißdrüsen. Bei Fußhyperhidrosis angewendet. Seine Auswirkung kann in 24 Stunden vorhanden sein. Produziert bräunliche Flecken auf der angewendeten Fläche, deswegen wird es nicht an den Händen verwendet. Das Schwitzen kommt im Durchschnitt nach 7 Tagen nach dem Behandlungsende wieder.   

Aluminiumchlorid-Hexahydratlösung um 20%
Sein Wirkungsmechanismus ist nicht vollständig bekannt, möglicherweise erzeugt es Lichtschranken an den Ganglienkanälen. Seine Wirksamkeit läßt mit der Zeit nach. Eine Reizung der Haut kann auf der angewendeten Fläche an bis zu 50% der Patienten eintreten. Das Schwitzen kommt nach wenigen Tagen nach dem Behandlungsende wieder

 

Iontophorese

Es handelt sich um die Anwendung von galvanischem Strom auf der Hautregion die vom Schwitzen befallen ist. Der Aktionsmechanismus ist noch nicht genau bekannt. Die Effizienz liegt bei etwa 80%. Am Anfang stehen tägliche Applikationen vor. Um Schwitzinseln zu vermeiden, ist ein perfekter Kontakt zwischen dem Gerät und der Haut nötig. Das Schwitzen kommt wieder nach Unterbrechung der Behandlung. Eventuell können Juckreiz, erythematöse Reaktionen, Verbrennungsblasen, Sensibiltätsveränderungen, usw. auftreten. Verbrennungen zweiten Grades und Nekrose wurden auch schon beschrieben. Für Hand-, Achsel- und Fusshyperhidrosis angewendet.

Medikamente
Es gibt keine Medikamentenklasse zur spezifischen Anwendung an Hyperhyrdosisbehandlung. Die Medikamente der Gruppen Anticholinergika, Betablocker, und Psychotropika können eine Linderung des Schwitzens herbeiführen, allerdings setzen die systematischen Kollateraleffekte eine Langzeitanwendung außerstande.